„Jetzt kann Weihnachten kommen“ – HöGy-Weihnachtskonzerte in St. Johannes

Für viele Kenner und Genießer der HöGy-Weihnachtskonzerte stellt
dieses schulische Großereignis einen wichtigen Höhepunkt im
Kalender dar. Wie jedes Jahr begeisterten die drei Konzerte die
Zuschauer in der stets bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche
St. Johannes in Nürtingen mit besinnlichen, ernsten, fröhlichen und
teils kreativ variierten Stücken.

Den Anfang machte das Konzert der Unterstufe. Was sich wie die Klassiker
„O, du Fröhliche“ oder „In der Weihnachtsbäckerei“ im 
Programmheft las, entpuppte sich zu einer von Musiklehrer Frank
Schlichter jazzartig arrangierten Variation stimmungsvoller Takte.
Die Mini-Big Band ließ so eine beschwingt-weihnachtliche Atmosphäre
entstehen.

Es folgten gekonnt inszenierte internationale Stücke, aufgeführt vom
Vororchester unter der Leitung von Ralf Ellinger. Der Bogen spannte
sich von der „Gavotte“ Arcangelo Corellis bis hin zu russischer
Weihnachtsmusik. Der Unterstufenchor unter der Regie von Benedikt
Brändle und der von Tobias Flick dirigierte Chor der Klassen 7 und 8
ergänzten das abwechslungsreiche Programm u.a. mit dem
bolivianischen Weihnachtslied „Navidava“ und dem Klassiker
„Jingle Bell Rock“.

Das Konzert der Oberstufe, das an zwei Abenden hintereinander stattfand,
bot den Zuhörern Musikgenuss auf höchstem Niveau. Das
Kammerorchester unter der Leitung von Florian Eisentraut startete mit
Antonio Vivaldis Konzert für Sopranino-Blockflöte. Eingerahmt von
Streichern spielte Cathrin Bidlingmaier virtuos das sehr
anspruchsvolle und von schnellen Abfolgen geprägte Flöten-Solo.

Das Programm des Kammerchors reichte vom feierlich dargebotenen „Sanctus“
Friedrich Silchers bis zum variantenreich von Benedikt Brändle
arrangierten „Oh, when the saints“.

Die HöGy-Sinfoniker, dirigiert von Ralf Ellinger, begeisterten mit dem
„Allegro giocoso“ aus den Symphonischen Tänzen von Edvard Grieg
und ließen beim starken Wechsel von ruhig getragenen und schnell
gespielten Passagen feine Nuancen erkennen. Obwohl draußen kein
Schnee lag, zauberte die gekonnt inszenierte „Schlittenfahrt“ von
Frederik Delius klingelnd und schwebend eine Winterlandschaft vor die
Augen und in die Sinne. Für die Weihnachtsstimmung durfte an diesem
Tag eine Kantate von Johann Sebastian Bach nicht fehlen. Das hohe
Niveau der HöGy-Musik zeigte sich u.a. bei Bachs „Wir danken dir
Gott“ durch den kombinierten Auftritt vom Kammerchor,
Eltern-Lehrerchor und Orchester auf der maximal ausgefüllten Bühne.

„Adeste Fideles“ bildete den mit standing ovations gefeierten Abschluss
eines Konzertes, das eine breite Palette internationaler Musikstücke
aus verschiedenen Zeiten und Stilen darbot.

Das Weihnachtskonzert war der Lohn für viel fleißiges Üben und zahlreiche Proben. Gemäß der HöGy-Zeitrechnung war das Schlusslied des Unterstufenkonzertes geradezu bezeichnend, bei dem auch das Publikum kräftig mitsang: „Jetzt kann Weihnachten kommen!“

(Text: Peter Witzmann; Bild: Jasmina Weber)

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